Da diese hochgradigen Rennen nur ein paar Mal im Jahr stattfinden, reiste man schon freitags an, um sich die Strecke vorher anzuschauen. Diese beinhaltete viele technische Passagen. Highlight dieser waren die, im Start/Zielbereich extra angelegten, Sektionen wie z. B. eine hohe Holzbrücke (Northshore ähnlich) mit einem Drop, ein steiler Hügel mit Steinfeld oder einen großen Sprung über zwei Betonröhren. Davor ging es aber erst über eine Startloop und danach durch einen Wald ohne viele Überholmöglichkeiten. Anschließend fuhr man durch einen stillgelegten Steinbruch und wieder zurück zum Start/Zielbereich. Die lange Runde war nicht sehr höhenmeterlastig, aber dafür auch recht zuschauerfreundlich mit einem extra angelegten Zuschauerrundweg. Schlussendlich kamen jedoch alle gut mit der Strecke klar; den meisten machte sie gerade durch die vielen technischen Passagen sogar recht viel Spaß. Ganz ohne Zwischenfälle ging es dann aber doch nicht: Arthur Horn verfehlte bei den Betonröhren den Absprung, konnte sich jedoch noch abrollen und kam nur mit ein paar Schürfwunden davon. Gut vorbereitet ging es dann zurück in die Jugendherberge/ins Wohnmobil.
Später am Abend war als letztes Rennen noch das Jedermann-Rennen zu fahren. Nick Planert und Andreas Horn starteten als Zweier-Team, das heißt, dass einer fuhr während der Andere wartete. Es wurde dann jede Runde gewechselt. Nach einem gelungenen Start von Nicki übergab dieser auf Platz 8. Andreas fuhr genauso stark weiter und sie kämpften sich immer weiter vor. Dabei hatten sie die volle Unterstützung der Vereinstruppe (, die sie lautstark anfeuerte und mit Stöcken auf die Bande trommelte, sodass wir die lautesten Fans hatten). In der Schlussrunde kamen sie sogar noch an ein anderes Team ran und überholten dieses, weswegen sie den 6. Platz von 11 Teams belegten.
Doch irgendwann wurde es kalt und man ging früh ins Bett, denn Lea Herse war in der AK U15 weiblich schon früh 8.30 Uhr dran. Ihr Start gestaltete sich schwierig, denn der Startloop wurde weggelassen und man fuhr direkt in den engen Wald. Trotz der wenigen Überholmöglichkeiten kämpfte sie sich konstant nach vorne und holte Runde für Runde auf. Mit Platz 12 von 29 Starterinnen holte sie so ein weiteres Spitzenergebnis.
Danach musste Arthur Horn zum Start der U15. In der Startloop konnte er sich recht weit nach vorne kämpfen, wurde dann aber in den Wäldchen aufgehalten, da es sich hier auf den schmalen wegen staute. Dadurch verlor er ein paar Plätze und fand sich hinten im Feld wieder. Aber er überholte gleich wieder ein paar Fahrer bis er von einen Kettendefekt Anfang Runde zwei aufgehalten wurde. Er versuchte sich abermals nach vorne zu kämpfen. Dies gestaltete sich jedoch schwierig, weil die Hitze Arthur immer mehr zusetzte. Am Ende war er mit Platz 49 von über 70 Startern aus ganz Deutschland trotzdem zufrieden.
Auch zum Rennen der U17 wurde es nicht kühler. Tobias Schreiber startete von ganz hinten. Sonst startete Armin Horn auch immer von hinten, aber diesmal wollte etwas reißen, da er diesmal in der 3.Reihe stand. Doch daraus wurde nichts, denn am Start verhakten sich zwei Fahrer genau vor ihn und er fand sich gemeinsam mit Tobi hinten wieder. Doch in der staubigen Startloop drückten beide am Berg richtig aufs Gas und kamen wieder etwas nach vorne. Im Wäldchen kam es dann endgültig zum Massenstau. Doch Armin schulterte sein Rad und konnte sich als kleiner Fahrer an der Seite vorbeizwingen. Mit einigen Bergsprints und Attacken ging es dann immer weiter nach vorne, bis Armin in der vorletzten runde auf Platz 28 vorgefahren war. Die Hitze erforderte immer mehr Opfer und Armin holte so kurz vor Schluss noch eine 3er-Gruppe ein. Im Zielsprint war er dann unterlegen, war mit sein 24. Platz aber super zufrieden. Bei Tobias lief es ähnlich: er kam zwar nicht ganz so gut durch den Wald, konnte sich aber immer weiter nach vorne arbeiten. Dies funktionierte gut, bis er (wie viele andere) in der letzten Runde noch ein Einbruch (durch die Hitze) erlitt. So war ein Platz 50 nicht ganz was er sich erhofft hatte, aber trotzdem ganz gut für ein Rennen auf diesem hohen Niveau.
So traten die Weißenfelser den (zum Glück recht kurzen) Heimweg an, teils zufrieden, teils nicht ganz so zufrieden. Doch das wichtigste war erreicht: (fast) keine Stürze, gemütliches Zusammensein (/ein tolles Teamgefühl) und im Grunde hatte jeder doch irgendwie recht viel Spaß an der Sache.
